Spaß beim Lesen, Zuhören und Schauen

Es war fast Mitternacht, als am 23. November 2014 im Stadtmuseum ein märchenhafter Tag zu Ende ging. Bücherfreunde und Museumsverein hatten zu einem ganz besonderen „Herrenabend“ mit seinen Folgen eingeladen. Die Theatergruppe des Museumsvereins präsentierte dem begeisterten Publikum noch einmal das Stück, das bereits beim Museumsball Premiere gehabt hatte. Der Abend klang mit Wolf-Dieter Gööck & Max Lorenz vom Ensemble der Dresdner Yenidze aus, die die Gäste mit ihrem anspruchsvollen Programm „Das Lied vom großen Rüpel“ zum Lachen und zum Nachdenken brachten.
Während am Abend die Erwachsenen mit märchenhaften Geschichten ihren Spaß hatten, gehörte der Nachmittag den Kindern. Mehr als 50 kamen mit ebenso vielen Eltern und Großeltern zu den Lesungen, die der Bücherfreunde-Verein für sie an verschiedenen Orten in der Stadt mit verschiedenen Vorlesern organisiert hatte. Abschluss war für sie – wenn sie wollten – im Kino beim Film „Das magische Haus“. Dieses Angebot ließen sie sich nicht entgehen. So war Kinosaal 5 mit seinen mehr als 60 Plätzen alsbald ausgebucht. Aber die freundlichen Kinomitarbeiter schleppten zusätzliche Stühle herbei, so dass niemand nach Hause geschickt werden musste.
Allen, die das vierte Riesaer Märchenfest mit ihrem Engagement unterstützten, gilt ein ganz herzliches Dankeschön!
Einen Tag zuvor hatte anlässlich des bundesweiten Vorlesetages u. a. die Riesaer Schriftstellerin Renate Preuß im Kinder- und Jugendtreff RIEMIX aus ihren Katzengeschichten vorgelesen. Die Bücherfreunde Riesa übergaben mit Unterstützung durch die Stadtbibliothek und die FVG Riesa mbH ans RIEMIX zahlreiche Kinderbücher zum Schmökern für ihre Besucher.

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Amüsant, unterhaltsam, hörenswert auf der ganzen Linie! Die Begeisterung war groß nach dem tollen Nachmittag mit Sänger und Entertainer Gunther Emmerlich im Klosterratssaal am 26. Oktober. Er war auf Einladung der Bücherfreunde und der Stadtbibliothek nach Riesa gekommen und las vor ausverkauftem Haus aus seinen Büchern „Zugabe“ und „Ich wollte mich mal ausreden lassen“ sowie einem noch unveröffentlichten Werk. Darüber hinaus plauderte er locker und überaus sympathisch über sich, berühmte Kollegen und die Welt und griff dazwischen immer mal wieder zur Gitarre. Gunther Emmerlich unplugged! Er beeindruckte u. a. mit „Ol‘ Man River“, einer guten Essern gewidmeten Variante von „Bei mir bist Du schön“, der gesungenen Geschichte von Moses und der Arche Noah, verführte aber auch zum Mitsingen mit „Immer lebe die Sonne“ und „My Bonnie Is Over The Ocean“. „Ich seh‘ schon, wir hatten den gleichen Lehrplan“, bemerkte der 70-Jährige trocken.
Besonders angetan war Gunther Emmerlich übrigens vom historischen Ambiente im Klosterratsaal und wollte alles ganz genau wissen. Nur gut, dass Vereinsmitglied Volker Thomas anwesend war, der zu denjenigen gehört, die in Riesa fachkundig durch das Klostergelände führen. Spontan erbat sich der Gast eine Sonderführung und war total beeindruckt, was Riesa zu bieten hat. Auch der als kleines Dankeschön anstelle von Blumen überreichte Nudelrucksack überraschte ihn. Es hatte sich noch nicht bis zum ihm in die Landeshauptstadt herumgesprochen, dass in Riesa neben Stahl auch Nudeln produziert werden. „Ich habe heute viel über Riesa gelernt“, gestand er sichtlich beeindruckt.

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Vorbereitend auf unsere literarische Tagesfahrt fand am 18. Mai eine Lesung mit Prof. Eberhard Görner und Gojko Mitić im Klosternordflügel statt. Der Filmproduzent und Autor und der DEFA-„Chefindianer“ lasen aus dem historischen Roman „In Gottes eigenem Land. Heinrich Melchior Mühlenberg – der Vater des amerikanischen Luthertums“. 
Als Prediger ging der Theologe Mühlenberg 1742 im Auftrag der Franckeschen Stiftungen nach Britisch-Nordamerika. Sein Glaube wird durch Geldmangel, durch Machtkämpfe zwischen religiösen Sekten, durch Kriege und durch seine wechselvolle Beziehung zu dem Delawaren-Häuptling „Fliegender Pfeil“ auf eine harte Probe gestellt. Görner erzählt in seinem Buch aus dem dramatischen Leben jenes Mannes, der als Patriarch des amerikanischen Protestantismus gilt.
Die Lesung bot eine spannende Reise ins Amerika des 18. Jahrhunderts. Gojko Mitic las natürlich die Rolle des Indianerhäuptlings „Fliegender Pfeil“ und alle, die ihn aus den DEFA-Indianerfilmen kennen, sahen ihn vor ihrem geistigen Auge hoch zu Ross durch die Prärie reiten. 
Beide Gäste erwiesen sich als charmante und interessante Gesprächspartner, die mit ihrer Lesung einen guten „Einstieg“ in die Bücherfreunde-Fahrt zu den Franckeschen Stiftungen nach Halle boten.

Renate Preuß stellte ihr neuestes Buch vor
Renate Preuß stellte ihr neuestes Buch vor
Renate Preuß stellte ihr neuestes Buch vor
Renate Preuß stellte ihr neuestes Buch vor
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Eigentlich hätte man es wissen müssen: Wenn Renate Preuß ein neues Buch aus ihrer Feder vorstellt, reichen 125 Sitzplätze im Klosterratssaal nicht aus! Selbst Stehplätze waren kein Grund für einen Rückzug. Den echten Preuß-Fan ficht das nicht an!
Passend zum Valentinstag hatten die Bücherfreunde und die Stadtbibliothek gemeinsam zur Premiere des jüngsten Geschichtenbandes der Riesaer Autorin eingeladen. „Lieb und schön und andere Männergeschichten“ kam dazu druckfrisch aus dem Tauchaer Verlag. Dessen Leiter, Prof. Dr. Dieter Nadolski, überreichte der Autorin feierlich das erste Exemplar und plauderte mit ihr über die Entstehungsgeschichte des schmalen Bandes, dessen Lektüre – so Renate Preuß – natürlich für Männer und Frauen geeignet ist.
Renate Preuß las unter anderem die berührende Erzählung „Allein“ vor, in der sie aus der Perspektive eines Mannes schreibt. Dafür zollten ihr der Verleger und das Publikum mit viel Beifall großen Respekt.
Der Kalender der Autorin, den sie seit 1983 führt und der eigentlich als Geburtstagskalender gedacht war, enthält eine Vielzahl geheimnisvoller Daten und Zeichen, die Renate Preuß zu den sieben Geschichten in ihrem neuen Buch anregten. Der Kalender ist das „tragende Element“, das sich durch das Buch zieht.
Eines dieser mysteriösen Zeichen ist ein lila J. Renate Preuß verrät schließlich, dass sich dahinter ihr Sohn Johannes verbirgt. Dessen Zeit im Gymnasium kurz vor der Wende sollte eigentlich im Mittelpunkt einer Geschichte stehen, die bereits fertig war. Aber Johannes meinte, es gäbe schon genügend Enthüllungsbücher in Riesa. Damit die Seiten im Buch nicht leer bleiben mussten, lieferte er seiner Mutter eine andere Geschichte aus seinem Leben – und er las sie als Überraschungsgast in seiner „Rohfassung“ auch gleich selbst vor.
Natürlich gibt es in „Lieb und schön und andere Männergeschichten“ auch wieder ein Urlaubserlebnis an das von Renate Preuß so geliebte Griechenland. Hier überrascht ein Novum: Renate Preuß outete sich als Autorin des sehr schönen Liebesgedichtes, das in einer Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Ein Griechenland-Buch wollte Renate Preuß nicht ausschließen, und auf weitere Versuche als Lyrikerin darf man gespannt sein.
H.B.

Kurzinfo-Box

Haus am Poppitzer Platz

Die Einrichtungen im Haus am Poppitzer Platz sind wieder wie gewohnt geöffnet.

Ab dem 15.9.21 gelten strengere Zugangsregelungen (3-G-Regel), da der 7-Tage-Inzidenzwert von 35 an 5 aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wurde. Nähere Infos im Einzelnen auf der Website des Landkreises Meißen.

Beachten Sie auch bitte den Aktuell-Bereich.

Wir suchen ab Nov'2021 eine Leitung für das Haus am Poppitzer Platz - nähere Infos hier: Stellenangebote.

Stadtmuseum

ab Juni 2021 auch samstags
von 14-18 Uhr geöffnet

aktuell gelten wieder unsere
bekannten Öffnungszeiten

Veranstaltungskalender

Unterrichtsangebot
Montag, 27.09.2021
08:00 Uhrbis 17:00 Uhr
Unterrichtsangebot
Dienstag, 28.09.2021
08:00 Uhrbis 17:00 Uhr
300 Jahre Postmeilensäulen in Sachsen
Dienstag, 28.09.2021
17:00 Uhr
Unterrichtsangebot
Mittwoch, 29.09.2021
08:00 Uhrbis 17:00 Uhr
Unterrichtsangebot
Donnerstag, 30.09.2021
08:00 Uhrbis 17:00 Uhr
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