neu benno portraetBenno-Werth-Saal  

Die Arbeiten können in der Zeit vom 22.09. bis 12.11.2017 nicht gezeigt werden.

Benno Werth wurde 1929  in Riesa geboren.

Nach Kriegsende verließ er als Siebzehnjähriger mit seiner Familie seine Heimatstadt. Im Rheinland erlernte der künstlerisch begabte junge Mann auf Empfehlung eines Kunstprofessors zunächst handwerkliches Rüstzeug, bevor er an der Werkschule in Düsseldorf ein Studium der Komposition und der Aktmalerei absolvierte. Seine weitere künstlerische Laufbahn führte ihn zunächst nach Düsseldorf, wo er seinen ersten Lehrauftrag erhielt und das Staatsexamen als Werkerzieher ablegte. In Remscheid erfolgte an der Akademie die erste Berufung zum hauptamtlichen Kunstprofessor.
neu benno 2Seit 1960 hat Benno Werth seinen Lebensmittelpunkt in Aachen. Dort war er an der damaligen Pädagogischen Hochschule als Professor für bildende Kunst und ihre Didaktik tätig, wurde er 1986 an der Fachhochschule zum Professor für Plastisches Gestalten und Formgestaltung und 1992 zum Dekan des Fachbereiches Design berufen.
Und seit 1995 ist Benno Werth wieder als freier Bildhauer und Maler tätig.
Mehr dazu: www.bennowerth.de Zweimal hat der in Riesa geborene Prof. Benno Werth bereits im Riesaer Museum ausgestellt (1991 und 2008) und stets fanden seine Arbeiten großes Interesse und Bewunderung. Neben seinen Bildern sind die Skulpturen etwas ganz Besonderes, Einmaliges. Das dabei angewandte Negativ-Form- und Gussverfahren für Metalle hat Benno Werth selbst erfunden. Arbeiten von ihm sind sowohl in Museen, Kirchen und Krankenhäusern als auch im öffentlichen Raum in vielen Städten Deutschlands, in den Niederlanden, in Belgien und den USA zu sehen. Weit über 100 Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Mexiko, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden und den USA hat Benno Werth bestritten.Anlässlich des 80. Geburtstages Benno Werths wurde der Benno-Werth-Saal im Stadtmuseum Riesa eingeweiht. Hier finden Lesungen, Konzerte, Gesprächsrunden und andere Veranstaltungen statt.

Am 31. Januar 2015 verstarb Benno Werth. Die Nachricht vom Tod des hochverehrten und sehr geschätzten Künstlers erfüllt uns mit großer Trauer. Sein Vermächtnis ist uns Verpflichtung.

Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren und die uns übergebenen künstlerischen Werke sorgsam im Stadtmuseum Riesa bewahren und ständig präsentieren.


 

GeologieTreppe

Gleich nach dem Eintritt in das Gebäude geht man den Treppenaufgang entlang auf geologische Entdeckung zur Entstehung und Verwendung natürlicher Ressourcen in unserer Region. Das Erfassen durch Anfassen ist hier ausdrücklich erwünscht. Zeitkreise auf hinterleuchteten Glasscheiben unterstreichen die Dimensionen geologischer Abläufe, eine Zeitschiene nimmt die Besucher mit auf den Weg in die Gegenwart.

 

Archäologie

Vielfältige archäologische Funde berichten von der Arbeit, Ernährung, Kleidung, dem Wohnen und der Totenbestattung unserer Vorfahren in der Zeit von 5.000 v. Chr. bis um 600 n. Chr.

 

 

Klostergeschichte

Der Zeittunnel führt den Besucher weiter in eine neue Zeit, die in Riesa 1119 mit der Gründung des Klosters in der Mark Meißen beginnt. Schlachtgetümmel ist zu hören und ein zeitgenössischer Bericht von der Eroberung der slawischen Burg Gana im Zuge der deutschen Ostexpansion. Die wenigen, erhalten gebliebenen Exponate, wie z. B. Siegel, Brakteaten mit Silberbarren und Gürtelschnalle ergänzen ein Faksimile der vom Papst Calixtus II. unterzeichneten Gründungsurkunde.

 

dauerausstellung 05Ein Rittergut leistet sich eine Stadt

Von der Umwandlung des Klosters zum Rittergut und der Entwicklung der Bauern- und Bürgergemeinde erzählen herrschaftliche Möbel und bäuerliche wie kleinbürgerliche Wohnausstattungen und Arbeitsgeräte.

 

Der Blick auf eine Wohnzimmereinrichtung im Biedermeierstil verdeutlicht das beschauliche, kleinbürgerliche und spießige Flair der abseits vom großen Geschehen liegenden, kleinen und lange nicht offiziell anerkannten Stadt.

 

 

 

 

Geschichte der Zündwaren

Doch zunächst trifft der Museumsbesucher auf dem Weg über den Treppenaufgang zum zweiten Obergeschoss auf die in Deutschland einmalig präsentierte Geschichte und Herstellung der Zündwaren. Eine Ausstellung, die auf der Grundlage einer wissenschaftlichen Dokumentation und mit wesentlichen Leihgaben von Günter Altnau (2009 verstorben) gestaltet wurde. Grafiken von Fritz König (Weiden) im museumspädagogischen Raum ergänzen diese.

 

Den Zeitstrahl aufgreifend und weiterführend finden sich hier Schlageisen, chem. und elekt. Feuerzeuge, Werkzeuge, Produkte und Grafiken der manuellen Herstellung von Zündhölzern, eine Kopie der weltweit ersten Zündholzverkaufsverpackung sowie vielfältige Erzeugnisse der einst größten und modernsten Zündholzfabrik Deutschlands, dem Konsum Zündwarenwerk Riesa.

 

 

industrieBeginn der Industriealisierung

Ein Modell der Saxonia und Originalteile der ersten
Eisenbahnbrücke von 1839 führen ins Industriezeitalter mit seiner enormen Bedeutung für Riesa. Das die Leipzig – Dresdner Eisenbahnlinie bei Gröba die Elbe überquerte, war ein Glücksfall für die ganze Region. Mit einem Schlag fand Riesa Anschluss an die große Welt. Durch die Kreuzung der Elbeschifffahrt mit der Eisenbahn entstand ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Mitteldeutschland.

 

eisenhammerEisenhammerwerk

1843 erhielten die Gebrüder Schönberg ihre Konzession zur Errichtung eines Eisenhammerwerkes. Es war das erste Hammerwerk Deutschlands, welches unmittelbar am Produktionsstandort weder eine Rohstoff- noch Energiebasis besaß. 1850 übernahm die Gewerkschaft der Gräflich Einsiedelschen Eisenhütten das Werk und von 1872-1922 die Lauchhammer.

 

handwerkHandwerk

Befördert durch die Industrialisierung und besonders die Entwicklung des Stahlwerks wuchsen Handwerk, Verwaltung und das gesellschaftliche Leben der Stadt. 1843 wurde mit dem Seifensiedermeister
Johann August Gruhl ein Handwerker zum ersten Bürgermeister der Stadt ernannt. Bis zur Jahrhundertwende verdoppelte sich die Zahl der Handwerksbetriebe.

 

garnisonGarnison

Zwischen 1858 und 1992 war Riesa mit kurzen Unterbrechungen Garnisonsstadt. Die Kasernen der hier bis 1920 stationierten Artillerie- und
Pioniertruppen prägten die bauliche Entwicklung der Stadt. Nach der Machtergreifung durch Hitler und der Erweiterung der deutschen Wehrmacht zogen seit 1934 wieder Pioniere in die Kasernen ein. Von 1945 bis 1992 waren Verbände der Roten, später sowjetischen Armee in Riesa stationiert.

 

igebieteIndustriegebiete

Neben dem Stahlwerk entstanden in Riesa drei weitere Industriegebiete. Am Elbkai ließ sich 1823 die erste größere Firma nieder, der bald Sägewerke, Werften und Mühlen folgten. Um dem gewachsenen Güterverkehr begegnen zu
können, wurde 1888 der Gröbaer Hafen eröffnet. Außer den Speditions- und
Großhandelsfirmen siedelten sich weitere Betriebe, unter anderem die der GEG
an. Begünstigt durch den Gleisanschluss für das naheliegende Militärgelände entstand seit ca. 1897 das Industriegebiet Speicherstraße. Hier befanden sich der Schlachthof und die dem Gebiet den Namen gebende Speicherei- und Speditions AG.

 

judenRiesa unterm Hakenkreuz

Die Jahre von 1933 bis 1945 waren durch die Diktatur der Nationalsozialisten und den Zweiten Weltkrieg geprägt. Andersdenkende wurden verfolgt und die wenigen in Riesa lebenden Juden vertrieben und einige von ihnen in Konzentrationslagern ermordet. Von den zur Wehrmacht eingezogenen Riesaern verloren 725 ihr Leben. Auch wenn Riesa kurz vor Kriegsende noch zur Festung erklärt wurde, führte dies durch die Flucht der führenden Nationalsozialisten zu keinen ernsthaften Konsequenzen für die Stadt.

 

ddrDDR-Geschichte

Bis 1990 war Riesa Kreisstadt. Das Leben in der Stadt war geprägt durch das Stahl- und Walzwerk. Dessen Bedeutung für die Volkswirtschaft
der DDR brachte Riesa große Vorteile gegenüber vergleichbaren Städten. Wohnungsbau, Kultur, Sport, Soziales und Bildung richteten sich nach
Erfordernissen und Möglichkeiten des Stahlwerks. Zulasten der Altbausubstanz entstanden moderne Neubaugebiete. Dazu gehörte z. B. die erste kombinierte Einrichtung von Kinderkrippe und Kindergarten in der DDR.

 

 

widerstandWiderstand und Opposition

Ein weiterer „Zeittunnel", diesmal in Form einer
Litfaßsäule, führt aus dem historischen Teil der Ausstellung in die neue Zeit.
Fotos und Dokumente sowie eine Sounddusche erinnern an die Wendezeit 1989/90. Dokumentationen zur „Riesaer Petition für Menschenrechte" und die Aktion „Schwerter zu Pflugscharen" im Umfeld der Litfaßsäule erinnern an den Widerstand Riesaer Bürger gegen die SED - Diktatur.

 

strukturStrukturwandel

Im März 1991 begannen Demontage- und Abrissarbeiten im Stahl- und Walzwerk. Ein Jahr später wurde die letzte metallurgische Produktion
eingestellt. Nach Abschluss dieser für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt einen großen Einschnitt darstellenden Abbrucharbeiten 1996, siedelten sich auf dem ehemaligen Stahlwerksgelände 70 neue Firmen an.

 

seerhausenEndstation Seehrhausen?

So wie einst die Eisenbahn 1839 Riesas Entwicklung zur Industriestadt ermöglichte, stellen heute
verkehrsgünstige Straßenanbindungen die Weichen für das Fortbestehen und Wachsen der Wirtschaftskraft einer Kommune. Der erste Spatenstich zur Anbindung der B169 an die Autobahn war deshalb von maßgeblicher Bedeutung für die Region. Vielfältige Bemühungen unternehmen seit dem Politik und Wirtschaft in Riesa, um eine Weiterführung der Straßenverkehrsanbindung zu erreichen.

 

schuleLadeneinrichtung und Klassenzimmer

Bis 1992 konnte man in der „Stern"-Drogerie auf der Riesaer Hauptstraße noch in dieser Ladeneinrichtung aus der Zeit um 1910 einkaufen. Die Ausstattung stammt aus der „Anker"-Drogerie vom Poppitzer Platz.

Die historische Schulklasse aus der Kaiserzeit stammt aus der Röderauer Schule. Hier lädt
regelmäßig unser „Fräulein Doris Carmen Nebel aus der Riesaer Mädchenbürgerschule" nicht nur Schulklassen zu einer „Unterrichtsstunde wie vor 100 Jahren" ein.

 

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