Mehr als 120 Bücher kauften Riesaer im Rahmen der Aktion „(M)ein Buch für Riesa“ und machten sie der Stadtbibliothek anlässlich deren 135. Geburtstags zum Geschenk. Dazu kommen noch Geldspenden, von denen weitere Bücher, CDs, DVDs usw. gekauft werden.
Alle Bücher sind inzwischen in den Bestand der Bibliothek eingearbeitet, mit einem hübschen Aufkleber versehen, der an die Aktion erinnert, und stehen zur Ausleihe bereit.
Auf Grund des großen Erfolges und weiterer Nachfragen von „Nachzügler“-Gratulanten wird die „(M)ein Buch für Riesa“, die der Bücherfreunde Riesa e.V. initiiert hatte, bis zum Jahresende fortgesetzt. In der Thalia-Buchhandlung liegt eine Wunschliste der Bibliothek. Wer möchte, kann daraus ein Buch kaufen. Es landet dann automatisch im Haus am Poppitzer Platz, aber natürlich kann jeder sein Geschenk auch selbst hinbringen. Wie wär’s vielleicht als Weihnachtsgeschenk?
Die Bibliotheksmitarbeiter und die Bücherfreunde bedanken sich ganz herzlich bei allen, die sich an der „(M)ein Buch für Riesa“-Aktion beteiligt haben.

Buecherregal

Lust am Lesen wecken

Am 7. Mai erfolgte im RIEMIX gemeinsam mit den Bücherfreunden Riesa der Auftakt zu einer neuen Vorlesereihe. Jeweils am ersten Donnerstag eines Monats werden Mitglieder des Vereins 16 Uhr im RIEMIX aus Kinderbüchern vorlesen – vor allem für die Jüngsten, die noch nicht selbstständig lesen können. Aber bereits bei der ersten Veranstaltung zeigte sich, dass auch etwas Größere durchaus Lust am Zuhören haben. Nicht überall ist es selbstverständlich, dass Eltern, Großeltern oder Geschwister zu Hause etwas vorlesen. Diese Lücke möchten die Bücherfreunde gemeinsam mit der RIEMIX-Leitung von der Outlaw gGmbH schließen.
Darüber hinaus nahmen die Bücherfreunde Kontakt zu in Riesa untergebrachten Asylbewerbern auf. Auch deren Kinder werden den Veranstaltungen eingeladen.
Zum Auftakt las Karin Proschwitz (r.), die Leiterin der Stadtbibliothek Riesa, vor. Auch der Riesaer Riese beteiligt sich an der Aktion. Er hatte kleine Stempelkarten mitgebracht. Wer fünfmal dabei ist, bekommt eine Überraschung.

 

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Stöbern zwischen Goethe und Pilcher
Goethe neben Rosamunde Pilcher, Lessing neben Utta Danella – es ist eine ziemlich bunte Mischung, die im Offenen Bücherschrank auf dem Mannheimer Platz versammelt ist. Die Sortierung, die in diesem Sinne gar keine ist, wäre sicher der Horror für jeden Bibliothekar oder Buchhändler, aber den Nutzern scheint es zu gefallen. Jedenfalls erfreut sich die zum Bücherschrank umfunktionierte rote Telefonzelle aus England großer Resonanz.
2009 von der Kulturwerkstatt ART installiert, stand mit der Auflösung des Kulturwerks hinter der Existenz des Offenen Bücherschranks ein dickes Fragezeichen. Gemeinsam mit dem Amt für Bildung, Kultur und Soziales fanden die Bücherfreunde Riesa e.V. eine Lösung. Die Telefonzelle gehört jetzt der Stadt Riesa, die Bücherfreunde kümmern sich um Ordnung und Sauberkeit und natürlich um den Nachschub für Leseratten. Dazu gibt es seit Kurzem eine gemeinsame Vereinbarung. Die Bücherfreunde wiederum holten sich Unterstützung beim Städtischen Gymnasium. Karin Scholz, Lehrerin und selbst Bücherfreunde-Mitglied, übernahm die Vermittlung. Nun gibt es also einen Patenschaftsvertrag, und die Schülerinnen und Schüler wurden bereits aktiv. Noch vor Ferienbeginn griffen sie zu Lappen und Eimer und brachten die Telefonzelle auf Hochglanz und sichteten gemeinsam mit einigen Bücherfreunden den Bestand im Offenen Bücherschrank.
Im Prinzip funktioniert es ja so, dass sich Nutzer ein Buch mitnehmen, es lesen und zurückbringen, oder im Gegenzug ein anderes Buch in den Offenen Bücherschrank stellen. Dass die Bücher sorgfältig behandelt werden, sollte selbstverständlich sein.
Der Offene Bücherschrank ist auch nicht der geeignete Raum, um ererbte Büchersammlungen los zu werden. Wer größere Mengen Bücher zu vergeben hat, von denen er meint, sie seien für den Bücherschrank geeignet, kann gern über die Stadtbibliothek im Haus am Poppitzer Platz, Tel. 732102, Kontakt mit den Bücherfreunden aufnehmen.
H.B.

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Nonnenklöster in der Reformationszeit
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